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	<title>Kommentare zu: Ibn Saids Erkenntnis</title>
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	<description>Ansichten über die und aus der Wetterau</description>
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	<item>
		<title>Von: Helmi Jörissen</title>
		<link>http://wetterauer-weltbilder.de/ansichten/2009/12/25/ibn-saids-erkenntnis/comment-page-1/#comment-250</link>
		<dc:creator>Helmi Jörissen</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Feb 2010 16:14:20 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">/ansichten/?p=4159#comment-250</guid>
		<description>Hallo Herr Jermann,

Sie haben bestimmt Recht mit Ihrer Einschätzung der Reisemöglichkeiten für den Jemen. Die Straße von Sanaa nach Norden soll zur Zeit wieder passierbar sein, aber das kann sich jeden Tag wieder ändern. Vom Jemen über Afrika weiter zu reisen ist auch nicht weniger abenteuerlich.

Aber das größte Risiko stekt wohl in der Willkür der einzelnen Militärposten, bzw. Bürgermeister im Jemen. Sobald Sie sich in einem Ort aufhalten, unterstehen Sie dem Schutz des jeweiligen Bürgermeisters. Genauso wie bei den einzelnen Stämmen, ist der &quot;Chef&quot; als Gastgeber für ihre Sicherheit verantwortlich. Und wenn er seinen Job und seine moralische Verpflichtung als Gastgeber ernstnimmt, dann wird er sie schützen wollen und nicht reisen lassen. Sich dem zu widersetzen ist zwecklos, notfalls werden Sie eingesperrt. Genau so eine Geschichte weiß Hartmut Fiebig von Grenzgang auch zu erzählen.

Also bevor Sie in einem traurigen jemenitischen Gemäuer von der Freiheit träumen, genießen Sie diese lieber zähneknirschend in Saudi Arabien mit der Aussicht auf Jordanien.

Der Jemen läuft ihnen nicht weg.

Liebe Grüße

Helmi Jörissen</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Herr Jermann,</p>
<p>Sie haben bestimmt Recht mit Ihrer Einschätzung der Reisemöglichkeiten für den Jemen. Die Straße von Sanaa nach Norden soll zur Zeit wieder passierbar sein, aber das kann sich jeden Tag wieder ändern. Vom Jemen über Afrika weiter zu reisen ist auch nicht weniger abenteuerlich.</p>
<p>Aber das größte Risiko stekt wohl in der Willkür der einzelnen Militärposten, bzw. Bürgermeister im Jemen. Sobald Sie sich in einem Ort aufhalten, unterstehen Sie dem Schutz des jeweiligen Bürgermeisters. Genauso wie bei den einzelnen Stämmen, ist der &#8220;Chef&#8221; als Gastgeber für ihre Sicherheit verantwortlich. Und wenn er seinen Job und seine moralische Verpflichtung als Gastgeber ernstnimmt, dann wird er sie schützen wollen und nicht reisen lassen. Sich dem zu widersetzen ist zwecklos, notfalls werden Sie eingesperrt. Genau so eine Geschichte weiß Hartmut Fiebig von Grenzgang auch zu erzählen.</p>
<p>Also bevor Sie in einem traurigen jemenitischen Gemäuer von der Freiheit träumen, genießen Sie diese lieber zähneknirschend in Saudi Arabien mit der Aussicht auf Jordanien.</p>
<p>Der Jemen läuft ihnen nicht weg.</p>
<p>Liebe Grüße</p>
<p>Helmi Jörissen</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Frank J.</title>
		<link>http://wetterauer-weltbilder.de/ansichten/2009/12/25/ibn-saids-erkenntnis/comment-page-1/#comment-249</link>
		<dc:creator>Frank J.</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Feb 2010 14:45:01 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">/ansichten/?p=4159#comment-249</guid>
		<description>Hallo Frau Jörissen,

ich freue mich, dass Sie unsere Reise verfolgen.  Wie bereits an anderer Stelle erwähnt, haben wir zu selten Internet-Zugang (und auch zu wenig Zeit dafür), um alle Fragen zu beantworten. Deshalb kommt erst heute eine Antwort auf Ihre Frage ...

Die Fahrt durch den Jemen haben wir gestrichen, zu unsicher ist die Situation dort momentan.  Dabei meine ich nicht die Sicherheitslage — ich glaube, dass die sich nicht bedeutend verändert hat gegenüber dem Beginn unserer Reise (und in die Krisenregionen wären wir sowieso nicht gefahren).  Vielmehr ist das Risiko für uns zu gross, dass wir in Sana&#039;a (Jemen) die Visa (das ist für die Route auf dem Landweg komplizierter als ich hier beschreiben kann) für Saudi-Arabien oder Jordanien nicht bekommen (weil eine Botschaft geschlossen ist oder gar die Grenze). Der Weg zurück über den Oman und die Emirate wäre ewig lang und beschwerlich — und wir müssen Ende März zurück sein ...

Zudem ist es unklar, ob wir im Jemen &lt;em&gt;überhaupt&lt;/em&gt; reisen können. In Salalah (Oman) trafen wir einen Australier, der von Sana&#039;a nach Salalah &lt;em&gt;fliegen&lt;/em&gt; musste, weil er keine Reiseerlaubnis für die Route bekam. Nun, er war zwar mit dem Fahrrad unterwegs (und mit der heute im Jemen üblichen Polizei-Eskorte könnte das zu Problemen führen), doch könnte uns mit dem Wohnmobil nicht Ähnliches passieren?

So sind wir jetzt auf dem viel langweiligeren Rückweg über die Emirate und Saudi-Arabien (denn einen offenen Grenzübergang zwischen dem Oman und Saudi gibt es nicht) und greinen ein wenig darüber, nicht im Jemen reisen zu können.  Aber das ergibt sich vielleicht ein anderes Mal in diesem Leben.

Meint

Frank Jermann</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Frau Jörissen,</p>
<p>ich freue mich, dass Sie unsere Reise verfolgen.  Wie bereits an anderer Stelle erwähnt, haben wir zu selten Internet-Zugang (und auch zu wenig Zeit dafür), um alle Fragen zu beantworten. Deshalb kommt erst heute eine Antwort auf Ihre Frage &#8230;</p>
<p>Die Fahrt durch den Jemen haben wir gestrichen, zu unsicher ist die Situation dort momentan.  Dabei meine ich nicht die Sicherheitslage — ich glaube, dass die sich nicht bedeutend verändert hat gegenüber dem Beginn unserer Reise (und in die Krisenregionen wären wir sowieso nicht gefahren).  Vielmehr ist das Risiko für uns zu gross, dass wir in Sana&#8217;a (Jemen) die Visa (das ist für die Route auf dem Landweg komplizierter als ich hier beschreiben kann) für Saudi-Arabien oder Jordanien nicht bekommen (weil eine Botschaft geschlossen ist oder gar die Grenze). Der Weg zurück über den Oman und die Emirate wäre ewig lang und beschwerlich — und wir müssen Ende März zurück sein &#8230;</p>
<p>Zudem ist es unklar, ob wir im Jemen <em>überhaupt</em> reisen können. In Salalah (Oman) trafen wir einen Australier, der von Sana&#8217;a nach Salalah <em>fliegen</em> musste, weil er keine Reiseerlaubnis für die Route bekam. Nun, er war zwar mit dem Fahrrad unterwegs (und mit der heute im Jemen üblichen Polizei-Eskorte könnte das zu Problemen führen), doch könnte uns mit dem Wohnmobil nicht Ähnliches passieren?</p>
<p>So sind wir jetzt auf dem viel langweiligeren Rückweg über die Emirate und Saudi-Arabien (denn einen offenen Grenzübergang zwischen dem Oman und Saudi gibt es nicht) und greinen ein wenig darüber, nicht im Jemen reisen zu können.  Aber das ergibt sich vielleicht ein anderes Mal in diesem Leben.</p>
<p>Meint</p>
<p>Frank Jermann</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Anke F.</title>
		<link>http://wetterauer-weltbilder.de/ansichten/2009/12/25/ibn-saids-erkenntnis/comment-page-1/#comment-248</link>
		<dc:creator>Anke F.</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Jan 2010 09:10:11 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">/ansichten/?p=4159#comment-248</guid>
		<description>Lieber Hans,

bisher haben wir nichts gegessen, was uns Probleme bereitet hättet. Und ich bin nicht sehr zurückhaltend, was das Probieren anbelangt. Einmal probierte ich etwas, was mir überhaupt nicht schmeckte. Da man mich erwartungsvoll anschaute, wie mir dies nun schmeckt, musste ich es schlucken, obwohl ich es viel lieber ausgespuckt hätte.

Kürzlich tranken wir im Oman frisch gemolkene, leicht gesalzene warme Ziegenmilch und hausgemachtes Laban (Trinkjoghurt). Auch Kamel stand schon auf unserem Speisenplan.

Schnaps ist für uns nicht sichtbar, es sei denn, wir gehen in Hotelbars, die jedoch nicht in unserem Focus stehen.

Gruesse aus Muskat,

Anke und Frank</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Hans,</p>
<p>bisher haben wir nichts gegessen, was uns Probleme bereitet hättet. Und ich bin nicht sehr zurückhaltend, was das Probieren anbelangt. Einmal probierte ich etwas, was mir überhaupt nicht schmeckte. Da man mich erwartungsvoll anschaute, wie mir dies nun schmeckt, musste ich es schlucken, obwohl ich es viel lieber ausgespuckt hätte.</p>
<p>Kürzlich tranken wir im Oman frisch gemolkene, leicht gesalzene warme Ziegenmilch und hausgemachtes Laban (Trinkjoghurt). Auch Kamel stand schon auf unserem Speisenplan.</p>
<p>Schnaps ist für uns nicht sichtbar, es sei denn, wir gehen in Hotelbars, die jedoch nicht in unserem Focus stehen.</p>
<p>Gruesse aus Muskat,</p>
<p>Anke und Frank</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Helmi Jörissen</title>
		<link>http://wetterauer-weltbilder.de/ansichten/2009/12/25/ibn-saids-erkenntnis/comment-page-1/#comment-247</link>
		<dc:creator>Helmi Jörissen</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Jan 2010 21:54:07 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">/ansichten/?p=4159#comment-247</guid>
		<description>Ein wunderbares modernes Märchen. Ich danke Ihnen dafür. Ich hatte dabei den Gewürzbasar von Instanbul vor Augen und konnte mir alles genau ausmalen. Die schwarze Gestalt mit Hut und Mantel erinnerte mich sehr an die &quot;grauen Männer&quot; in Michael Endes Momo, was letzte Woche wieder einmal im Fernsehen zu sehen war. Es ist ja auch eine ähnliche Moral, die hinter beiden Geschichten steht.

Leider glaube ich, dass es nicht mehr viele Orte auf dieser Welt gibt, an denen man noch Menschen wie den alten Schuhputzer finden kann. Im Oman, da kann man sie manchmal noch finden. Im Jemen findet man sie in jedem Ort. Mich würde interessieren, wie Ihre Route weiter geht. Haben Sie weiterhin vor, durch den Jemen zu fahren?

Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Glück, bei dieser wunderbaren Arabienreise.
Salam!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ein wunderbares modernes Märchen. Ich danke Ihnen dafür. Ich hatte dabei den Gewürzbasar von Instanbul vor Augen und konnte mir alles genau ausmalen. Die schwarze Gestalt mit Hut und Mantel erinnerte mich sehr an die &#8220;grauen Männer&#8221; in Michael Endes Momo, was letzte Woche wieder einmal im Fernsehen zu sehen war. Es ist ja auch eine ähnliche Moral, die hinter beiden Geschichten steht.</p>
<p>Leider glaube ich, dass es nicht mehr viele Orte auf dieser Welt gibt, an denen man noch Menschen wie den alten Schuhputzer finden kann. Im Oman, da kann man sie manchmal noch finden. Im Jemen findet man sie in jedem Ort. Mich würde interessieren, wie Ihre Route weiter geht. Haben Sie weiterhin vor, durch den Jemen zu fahren?</p>
<p>Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Glück, bei dieser wunderbaren Arabienreise.<br />
Salam!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Hans</title>
		<link>http://wetterauer-weltbilder.de/ansichten/2009/12/25/ibn-saids-erkenntnis/comment-page-1/#comment-246</link>
		<dc:creator>Hans</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Jan 2010 16:34:07 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">/ansichten/?p=4159#comment-246</guid>
		<description>Hallo Anke und Frank,

herzlichen Dank für den sehr netten Weihnachtsgruß!

Der Bericht von eurer Reise klingt wirklich sehr spannend und beneidenswert. (Ich bin heute den ersten Tag nach den Ferien wieder im Büro...) Wenn ihr auf eurer Reise in diese entlegenen Winkel oft eingeladen werdet, bekommt ihr sicher auch mal etwas vorgesetzt das schwer genießbar ist, zumindest für uns verwöhnte Westeuropäer. Wir haben damals in Usbekistan immer nach dem Essen brav einen Vodka getrunken, das hat geholfen! (Der dortige Präsident herrscht sehr rigide und schränkt u.a. den Islam ein; außerdem wirken alte sovietische Gewohnheiten nach, weshalb Alkohol dort unschwer zu bekommen ist...)

Ich wünsche euch noch viele tolle Geschichten und eine schöne Reise! Bis bald,

euer Hans</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Anke und Frank,</p>
<p>herzlichen Dank für den sehr netten Weihnachtsgruß!</p>
<p>Der Bericht von eurer Reise klingt wirklich sehr spannend und beneidenswert. (Ich bin heute den ersten Tag nach den Ferien wieder im Büro&#8230;) Wenn ihr auf eurer Reise in diese entlegenen Winkel oft eingeladen werdet, bekommt ihr sicher auch mal etwas vorgesetzt das schwer genießbar ist, zumindest für uns verwöhnte Westeuropäer. Wir haben damals in Usbekistan immer nach dem Essen brav einen Vodka getrunken, das hat geholfen! (Der dortige Präsident herrscht sehr rigide und schränkt u.a. den Islam ein; außerdem wirken alte sovietische Gewohnheiten nach, weshalb Alkohol dort unschwer zu bekommen ist&#8230;)</p>
<p>Ich wünsche euch noch viele tolle Geschichten und eine schöne Reise! Bis bald,</p>
<p>euer Hans</p>
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